Geschichte zum alten Schleusenhaus

Der Landgasthof „Schleusenhaus“ liegt am 1748 eröffneten Elsterwerda - Grödeler - Floßkanal. Hier stand einmal ein altes mit Stroh  gedecktes Haus, in dem der Schleusenwärter wohnte. Seine Aufgabe war es, die Durchschleusung durchzuführen. Dieser Vorgang dauerte 12 Minuten.

Am 21 km langen Kanal (vom Holzhof in Elsterwerda bis nach Grödel an der Elbe) befanden sich 4 Schleusen, weil ein Höhenunterschied von 2,744 m überwunden werden mußte. Noch sind die mit Quadersteinen eingefaßten Schleusenbecken zu sehen, während die alten, hölzernen Schleusentore schon lange nicht mehr vorhanden sind. Jedoch begann im Juni 1993 die Restauration der Schleuse hinter unserem Hause in Form der beiden neuen Schleusentore.

Im 18. Jahrhundert benötigte die Residenzstadt Dresden und die Porzellanmanufaktur Meißen dringend Bau- und Feuerholz. Dieses Holz kam aus den Wäldern um Finsterwalde, Bad Liebenwerda und aus dem Schraden.

Vom Mahlens - Teich, südlich von Finsterwalde, wurde das Holz auf dem Floßgraben bis Plessa und dann auf der Elster  bis zum Holzhof geflößt. Das Holz aus dem Schraden kam auf dem Hauptschradengraben ebenfalls zur gleichen Verladestelle.

Mit 9 oder 12 Kähnen, die je eine Tragfähigkeit von je 500 Zentnern besaßen, wurde dann das Holz (es waren jährlich 30000 Klafter) auf dem Kanal bis Grödel bei Riesa getreidelt. Die Rückfracht waren Steine, Kalk, Getreide und andere Waren. Der Kanal wurde bis 1874 genutzt.

Um den Bereich Freizeit und Tourismus weiter auszubauen, wurde der Nachbau des Schleusenwärterhäuschens direkt am Radwanderweg des Elbe-Elster-Kanals vorgenommen. Dort ist eine Ausstellung zum technischen Denkmal „Floßkanal“ zu sehen. 

Quelle: Heimatverein, Herr Galle

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